Presse

Lobpreis, Gebete und die Nationalhymnen

14/5/2019

Für Jerusalem um Frieden beten: Gebetsfrühstück in Basel

Basel (idea) - "Für unser Team war schnell klar, dass es 'Les Trois Rois' in Basel sein musste", erklärt Annette Walder, Präsidentin des Vereins Jerusalem Gebet Schweiz. Theodor Herzl habe hier logiert, und gemäss seinen Worten im Casino in Basel den Judenstaat gegründet. Walder nimmt Bezug auf den ersten Zionistenkongress, der vor 122 Jahren in Basel stattgefunden hat.


Botschafter: Schweiz soll Botschaft verlegen


Nach dem Morgenessen im historischen Ballsaal grüsste der israelische Botschafter in der Schweiz, Jacob Keidar, die Teilnehmer und er bedankte sich für die Verbundenheit und Freundschaft mit Israel. Keidar wies auf die am selben Tag stattfindende Verlegung der amerikanischen Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem hin und forderte die Schweiz auf, es den USA gleich zu tun.


Europas jüdische Wurzeln


Lukas Kundert, der Kirchenratspräsident der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt, führte in seiner Rede aus, was die Mitte Europas ausmacht: das Judentum und dessen Hauptstadt Jerusalem. Europa hatte sich in seinem Drang nach Freiheit und Emanzipation von den jüdischen Wurzeln abgeschnitten und die Juden verfolgt. Kundert plädierte für eine neue Wertschätzung der jüdischen Kultur in Europa.


Lobpreis, Gebete, Nationalhymnen


Zwei Lobpreiszeiten umrahmten die Grussworte und leiteten zur anschliessenden Gebetszeit über. Diese begann mit der Verlesung und Proklamation von Bibelversen, die Gottes Verheissungen über Israel bekräftigten. Anschliessend beteten die Teilnehmer an den Tischen für die Regierungen in Israel und der Schweiz. Den Abschluss des Treffens bildeten die beiden Nationalhymnen von Israel und der Schweiz. Die israelische Hymne wurde vom Kantor der israelitischen Gemeinde Basel gesungen, der anschliessend auch den Aaronitischen Segen sprach.


Gibt es ein zweites Gebetsfrühstück?


Annette Walder zeigte sich nach dem Anlass zufrieden: "Wir haben sehr viele ermutigende und erfreuliche Rückmeldungen erhalten. Die Dankbarkeit und zum Teil spürbare Ergriffenheit der Gäste waren eindrücklich." Ob es ein zweites Jerusalem-Gebetsfrühstück in der Schweiz geben wird, steht noch nicht fest. Annette Walder: "Es sind Ideen da, dass dieses Gebetsfrühstück weitergeführt werden könnte - vielleicht auch in modifizierter Form. Doch darüber zu sprechen ist es heute noch zu früh."‍

Foto: Jerusalem Gebet Schweiz